Inklusive Theaterarbeit

Netzwerktreffen Inklusive Theaterarbeit am 3. November 2016

Am 3. November wurde mit Berliner Fachleuten aus den Bereichen gymnasiale Schulleitung, Theaterpädagogik und Universität in einer interdisziplinären Gesprächsrunde über die Frage „Wie inklusiv darf theaterpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sein?“ diskutiert. Ist die theaterpädagogische Landschaft in Berlin inklusiv genug? Wieviel Spielraum braucht sie, um noch inklusiver zu werden? Gibt es konzeptionelle Strukturen und Ansätze zur inklusiven Theaterarbeit? Gemeinsam mit Prof. Johanna Kaiser von der Alice-Salomon-Hochschule, dem Schulleiter des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums Hans Steinke, der Theaterpädagogin Astrid Petzoldt vom GORKI und der Theaterpädagogin des GRIPS-Theaters haben wir über die Perspektiven einer inklusiven Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen gesprochen und wie sie sich in der Schul- und Theaterpraxis umsetzen lassen.

Netzwerk Inklusive Theaterarbeit in Berlin gegründet

Am 22. Juni 2016 wurde mit Teilnehmer*innen aus den Bereichen Schule, Berufsbildung, Behindertenhilfe und Theater das Netzwerk Inklusive Theaterarbeit im Palais Podewil in Berlin-Mitte gegründet. Ziel des Netzwerks ist, sich gegenseitig auszutauschen, zu vernetzen und inklusives Denken und inklusive Theaterarbeit stärker in Schulen zu verankern.

„Wir möchten, dass Schüler*innen aus Grund- und Sekundarschulen, Gymnasien und sonderpädagogischen Förderzentren die Möglichkeit haben, gemeinsam Theater zu spielen und Modelle gemeinsamen Lebens und Lernens zu erproben. Inklusive Theaterprojekte sind für beide Seiten – Förderzentren und Regelschulen – außerordentlich bereichernd, kreativ und soziale Kompetenzen fördernd“, so das Organisationsteam des Netzwerks.

Neben der Vernetzung und dem Austausch von Erfahrungen und methodischen Ansätzen möchte das Netzwerk inklusive Theaterprojekte auch deutlich sichtbarer in der Öffentlichkeit machen und Regelschulen in Berlin aktiv für die inklusive Theaterarbeit in Berlin gewinnen. Beim Netzwerktreffen wurden bereits erste Kontakte zwischen Schulen und Theaterschaffenden geknüpft und inklusive Projekte angedacht.

TUSCH Berlin sowie Werner Beusterien, Friederike Jentsch und Andreas Merkert – Lehrkräfte an sonderpädagogischen Förderzentren – sind das Organisationsteam des Netzwerks Inklusive Theaterarbeit. Sie verfügen über langjährige schulische Theatererfahrungen und haben im Rahmen der TUSCH-Partnerschaften inklusive Theaterprojekte in Spandau und Neukölln entwickelt.