Inklusive Theaterarbeit

Praxistag II – „Bewegungs-/Tanz-Theater im inklusiven Kontext“ | 21. November 2017

Nach dem ersten Praxistag im April an der August-Hermann-Francke-Schule veranstaltet das Netzwerk Inklusive Theaterarbeit seinen zweiten Praxistag am 21. November 2017 von 09:30 bis 13:30 Uhr im Podewil /// Klosterstraße 68-70 /// 10179 Berlin-Mitte. Nach einem Einblick in die Stückentwicklung der Tanztheaterproduktion „Heimat“ der Schule am Bienwaldring (Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung), wird das Stück präsentiert. Anschließend bietet der Praxistag zur Auswahl zwei  praxisnahe Workshops mit folgenden Themenschwerpunkten an:

Workshop I – Kreative Körper- und Begegnungsarbeit mit schwerst-mehrfachbehinderten Schüler*innen: Wie bringe ich Gruppen von Schüler*innen mit sehr unterschiedlichen Ausgangssituationen (Interessen, Ressourcen und Handicaps) in einen kreativen Prozess? Der Tänzer & bodyworker Benjamin Block lernte die Arbeit mit schwer-mehrfach behinderten Schüler*innen im Rahmen einer TUSCH-Partnerschaft kennen und arbeitet seitdem mit gemischten Gruppen der August-Hermann-Francke-Schule und der Evangelischen Schule Spandau in verschiedenen Theater-/ Performanceprojekten zusammen.

Workshop II – Grundlagen des Tanztheaters mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung: Wahrnehmen des eigenen Körpers in Einzel- und Kontaktimprovisation: Wir entwickeln individuelle Bewegungsbilder und bringen sie in eine eigene und kollektive Dynamik sowie Form im Raum. Dabei wenden wir auch Ansätze der Kontaktimprovisation (zeitgenössischer Tanzstil) an. Der Workshop wird von Schüler*innen der Schule am Bienwaldring angeleitet.

Eingeladen sind alle Interessierten an der inklusiven Theaterarbeit – mit und ohne Erfahrung. Bitte melden Sie sich bis zum 3. November unter info@tusch-berlin.de an.


Netzwerk Inklusive Theaterarbeit in Berlin gegründet

Am 22. Juni 2016 wurde mit Teilnehmer*innen aus den Bereichen Schule, Berufsbildung, Behindertenhilfe und Theater das Netzwerk Inklusive Theaterarbeit im Palais Podewil in Berlin-Mitte gegründet. Ziel des Netzwerks ist, sich gegenseitig auszutauschen, zu vernetzen und inklusives Denken und inklusive Theaterarbeit stärker in Schulen zu verankern.

„Wir möchten, dass Schüler*innen aus Grund- und Sekundarschulen, Gymnasien und sonderpädagogischen Förderzentren die Möglichkeit haben, gemeinsam Theater zu spielen und Modelle gemeinsamen Lebens und Lernens zu erproben. Inklusive Theaterprojekte sind für beide Seiten – Förderzentren und Regelschulen – außerordentlich bereichernd, kreativ und soziale Kompetenzen fördernd“, so das Organisationsteam des Netzwerks.

Neben der Vernetzung und dem Austausch von Erfahrungen und methodischen Ansätzen möchte das Netzwerk inklusive Theaterprojekte auch deutlich sichtbarer in der Öffentlichkeit machen und Regelschulen in Berlin aktiv für die inklusive Theaterarbeit in Berlin gewinnen. Beim Netzwerktreffen wurden bereits erste Kontakte zwischen Schulen und Theaterschaffenden geknüpft und inklusive Projekte angedacht.

TUSCH Berlin sowie Werner Beusterien, Friederike Jentsch und Andreas Merkert – Lehrkräfte an sonderpädagogischen Förderzentren – sind das Organisationsteam des Netzwerks Inklusive Theaterarbeit. Sie verfügen über langjährige schulische Theatererfahrungen und haben im Rahmen der TUSCH-Partnerschaften inklusive Theaterprojekte in Spandau und Neukölln entwickelt.