Presse zu TUSCH

Vorhang auf für das TUSCH-Theaterfestival

Erwachsenwerden, Einsamkeit, Ängste, Liebe, Glück – all diese Themen bringen rund 500 Berliner SchülerInnen beim Theaterfestival TUSCH vom 3. bis 6. März auf die Bühne des Palais Podewil. Gemeinsam mit LehrerInnen und TheaterexpertInnen schrieben die Mädchen und Jungen das Jahr über Texte, entwickelten Szenen, probten und spielten. Die TeilnehmerInnen stammen aus sämtlichen Schulformen – von der Grundschule über das Förderzentrum bis zur Berufsschule. Nach den Aufführungen gibt es Publikumsgespräche mit den jungen SchauspielerInnen. Eine Ausstellung im Foyer bietet unter anderem mit Fotos und Videos einen ausführlichen Einblick in die Theaterprojekte. Junge RezensentInnen schreiben im Tusch-Blog über die Aufführungen und veröffentlichen Interviews mit den AkteurInnen. […]

GEW | 12. Februar 2015

 

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(©TUSCH Berlin; Fotograf: Gianmarco Bresadola)

 Stefanie Hofeditz | BZ | 3. März 2015

 

Pressestimmen 2014

Weil es mir Spaß macht!

[…] Nachdem die Theatergruppe der jeweiligen Schule – insgesamt waren 26 Schulen beteiligt – mit ihren Theaterpartnern monatelang ihr Theaterstück geprobt hat, geht es nun zur “echten” Theaterbühne. Der neue Spielraum wird erfahren, die Lichttechnik mit ihren vielen Möglichkeiten von “black”, “blue”, “white” wird eingestellt. Die Nebelmaschine und der Sound werden getestet, das Bühnenbild wird eingerichtet. Die Spielerinnen und Spieler orientieren sich miteinander auf der Bühne und versuchen, sich an die Scheinwerfer und an das Dunkel des Zuschauerraums zu gewöhnen. Besondere Aufmerksamkeit, Konzentration und Geduld zur mehrmaligen Wiederholung von Szenenabläufen sind gefordert. Bewegungen und Sprechakte sollen nun genau zur wechselnden Lichtgestaltung, zur einsetzenden Musik oder zu den Film- oder Fotoprojektionen passen. […]

 SpielART | 24. März 2014

TUSCH – Berliner Liebesbeziehungen mit Vorbildcharakter

[…] Das Festival eröffnet mit Siegfried trifft Gunter. Schüler der 12. Klasse des Robert-Koch-Gymnasiums in Berlin-Kreuzberg führen eine Bearbeitung der Nibelungensage auf. […] Bei all dem Humor und der Furiosität der Aufführung hat das Stück durchaus auch nachdenkliche Töne. Wenn z.B. Hagen von Tronje nach dem Mord an Siegfried darüber sinniert, dass er ihn ja eigentlich gar nicht umbringen wollte (aber „wir mussten einfach unser Gesicht wahren“), dann wird klar, dass sich an manchen Argumentationen seit den Zeiten der Völkerwanderung nicht viel geändert hat. Doch die Schüler trauen sich den Bruch. „Im Original sind die am Schluss alle auf der Bühne und schlachten sich gegenseitig ab. Wir verweigern uns dem Original und der Gewalt!“ Siegfried steht wieder auf und tanzt glücklich mit seiner Kriemhilde. Vorhang. Tosender Applaus. […] Ein herausragendes Beispiel unter vielen, das zeigt, wie viel Kreativität und Selbstbewusstsein Schüler entwickeln, wenn sie über klassische Formen der Lektürebehandlung hinaus aktiv Theater auf die Bühne bringen können. Selbst die Grundschüler schreiben schon selbst Papiertüten-Raps und Liebesbriefe, spielen in Farbeimer-Big Bands und entwickeln gemeinsam mit den Theatern Choreographien, die sich sehen lassen können. […]

Kathrin Köller | eselsohr | Heft 5 Mai 2014

Applaus, Applaus und TUSCH ‒Theater und Schule

Fünf Tage Theater, 26 Theaterproduktionen, 500 Schülerinnen und Schüler und Projektpartner wie der Friedrichstadt-Palast, das Staatsballett Berlin, das GRIPS Theater, die Schaubühne, die Komische Oper, das Maxim Gorki Theater, die Neuköllner Oper, das Deutsches Theater, die Volksbühne usw.. Das ist das TUSCH-Festival, welches Ende März diesen Jahres im Palais Podewil in Berlin stattfand. Wir haben uns einige der Stücke angeschaut, mit einer Theaterpädagogin und den Schülerinnen und Schülern über ihre Zusammenarbeit gesprochen und bei der TUSCH-Projektleiterin Dr. Lena Blessing nachgehakt, was TUSCH eigentlich ist und wie das Projekt Schulen kulturell bereichern kann.

Karoline Metzker | Sofatutor Magazin | 14. April 2014