TUSCH Theaterworkshops

Neben der partnerschaftlichen Zusammenarbeit in den TUSCH-Partnerschaften, bietet TUSCH ein zusätzliches Projektformat an: In den zweitägigen TUSCH-Theaterworkshops erhalten Schüler*innen einen Einblick in unterschiedlichste Theatertechniken und -formen und setzen sich dabei spielerisch mit einem bestimmten thematischen Schwerpunkt auseinander. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an die SchülerInnen der TUSCH-Schulen, die nicht an dem großen Theaterprojekt innerhalb der Partnerschaft beteiligt sind und so die Möglichkeit haben, mit Theater in Kontakt zu kommen. Alle Schulklassen werden zu Beginn auf verschiedene Workshops aufgeteilt, lernen beim gemeinsamen Theaterspiel fremde Gleichaltrige kennen und nehmen bei der abschließenden Präsentation ihre Klassenkamerad*innen in neuen Gruppenzusammenhängen und anderen Theaterprojekten wahr. TUSCH bemüht sich insbesondere auch um die Teilnahme seiner Schulen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, um ein „Theater für alle“ und gelebte Inklusion zu fördern.

2014 fanden zwei Serien Theaterworkshops unter dem Motto „Welche Rolle spiele ich? – Zwischen Privatsphäre und Transparenz“ mit freundlicher Förderung des Jugend-Demokratie-Fonds Berlin statt, die sich mit Fragen zu Datenschutz, persönlicher Freiheit und dem Bedürfnis nach Transzparenz beschäftigten.


Theaterworkshops „Theater/Zeit“ am 17. und 18. November 2015
Zwei Schultage, drei Schulklassen, vier Workshopleiterinnen und eine ganze Menge Zeit zum Theater spielen: am 17. und 18. November beschäftigten sich die SchülerInnen Lietzensee-Grundschule und der Schule am Bienwaldring in zweitägigen Theaterworkshops mit dem Phänomen Zeit, mit dem Warten, Verfliegen und Dehnen der Zeit, dem eigenen Zeitempfinden und individuellen Geschwindigkeiten. Wie schnell ist das Ticken einer Uhr? Warum rasen manchmal die Stunden wie im Flug und die Sekunden schleichen, wenn man warten muss? Und in welchem Takt bewege ich mich? Durch Spieltechniken wie Freeze und Stop and Go in alle erdenklichen Richtungen, durch den Einsatz von Musik, Geräuschen, Zeitliedern – inklusive Zeitdruck – und Choreografien haben die Schüler*innen Zeitphänomenen wie Beschleunigung, Verlangsamung oder auch dem Zurückdrehen der Zeit eine szenische Form gegeben. In den Geschichten haben sie von der Beschleunigung des Schulalltags oder dem Zeitdruck durch andere Menschen erzählt. Am Ende der zwei Tage präsentierten die Gruppen ihre selbst entwickelten Szenen im Rahmen eines Rundgangs durch die Probenräume und applaudierten ihren Mitschüler*innen.