TUSCH Portrait

TUSCHTUSCH FESTWOCHE 2012, Podewill, Berlin, Theater und Schule. vermittelt dreijährige Partnerschaften zwischen einer Berliner Schule und einem Theater und unterstützt sie organisatorisch, finanziell und inhaltlich. TUSCH begleitet die Partnerschaften durch eine Prozessbegleitung, die in der Projektplanung sowie während des kreativen Prozesses den Blick für eine ausgeglichene Kooperation auf Augenhöhe schärft. Innerhalb des Netzwerks regt TUSCH einen Informations- und Erfahrungsaustausch an und gibt damit Impulse zur kontinuierlichen und nachhaltigen Entwicklung der Kooperationen.

In der Spielzeit 2015/2016 sind 35 TUSCH-Partnerschaften aktiv. Seit der Projektgründung vor 18 Jahren waren und sind über 180 Berliner Schulen und über 41 Berliner Theater bei TUSCH aktiv. Über 52.000 SchülerInnen haben in den TUSCH-Partnerschaften und beim TUSCH-Festival ihr persönliches Theatererlebnis gefunden und gestaltet.

TUSCH-Partnerschaft

Die dreijährige TUSCH-Partnerschaft lebt von vielfältigen und intensiven Berührungspunkten zwischen einer Schule und einem Theater. Im ersten Jahr der TUSCH-Kooperation entwickeln beide Partner neben kontinuierlichen Aktivitäten wie bspw. gegenseitigen Besuchen von Aufführungen, Proben und Unterricht sowie Einblicken in die Institution Theater insbesondere vielfältige kleine Projekte – Theaterworkshops für verschiedene Schulklassen oder Schülergruppen, Projekte zur Einbindung von Lehrer*innen und Eltern u. v. m. Die beiden Partner haben im ersten Jahr Zeit, sich kennen zu lernen, gemeinsame Ziele zu entwickeln und erste Vorhaben umzusetzen. Im zweiten und dritten Jahr entwickeln die Partner pro Spielzeit ein künstlerisches Kernprojekt mit Schüler*innen, bei dem sich die spezifischen Interessen und Profile der beiden Partner verbinden. So entstehen inhaltlich, formal und ästhetisch äußerst unterschiedliche Theaterproduktionen, die die Vielfalt der Berliner Theaterlandschaft widerspiegeln und die individuellen Herangehensweisen an künstlerische Produktionen von Profis und Laien dokumentieren. Inszenierungen von Klassikern stehen neben selbst geschriebenen Szenen, performative Aufführungen und Collagen neben klassischem Erzähltheater. Die fertigen Produktionen werden zumeist in der Schule, im Partnertheater sowie im Rahmen des TUSCH-Festivals präsentiert. Daneben finden weitere Aktivitäten statt wie Vorstellungsbesuche, Theaterführungen, Einführungen in die Werkstattarbeit u. v. m., die den SchülerInnen das Theater als Kunstform, Erfahrungsraum, Institution und Arbeitsplatz vermitteln.


Ziele TUSCH

TUSCHTusch Festwoche 2011 ermöglicht den Schüler*innen eine aktive Begegnung mit der Vielfalt des Theaters. Sie gewinnen Einblick in künstlerische, technische und organisatorische Bereiche des Theaters, setzen sich mit traditioneller und experimenteller Theaterkunst auseinander und entwickeln im unmittelbaren Erleben und Erproben des eigenen Spiels kreative, soziale und kognitive Kompetenzen weiter.

TUSCH eröffnet den Berliner Bühnen und TheaterkünstlerInnen qualitative und nachhaltige Begegnungen mit jungen Menschen und ihren Interessen, Erfahrungen und Lebenswelten, aus denen neue theaterästhetische und thematische Impulse für die Theaterarbeit erwachsen können.

TUSCH leistet einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung, indem es Theater als selbstverständlichen Bestandteil des Schulalltags verankert und die aktive und vollständige Teilhabe junger Menschen am kulturellen Leben der Stadt fördert.