Veranstaltungen

Praxistag V – Die verrückte Teegesellschaft – Inklusive Theaterarbeit anhand einer literarischen Vorlage am 9. April 2019

Der Tag beginnt mit der Fahrt nach Spandau. Langsam verlässt man die trubelige Stadt und findet sich schon bald in einer harmonischen Kleinstadt mit roten Backsteingebäuden wieder. Auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstiftes befinden sich neben Pflegeeinrichtungen für Menschen mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung auch zwei Schulen: die August-Hermann-Francke-Schule – ein sonderpädagogisches Förderzentrum – und die Evangelische Schule Spandau. Die Schüler*innen beider Schulen entwickeln gemeinsam mit der Theaterpädagogin Susanne Briel, dem Tänzer Benjamin Block und den Pädagogen Werner Beusterien und Andreas Merkert eine Performance zum Thema „Die verrückte Teegesellschaft“. Nach der Vorlage der Szene aus „Alice im Wunderland“, beschäftigen sie sich mit den Fragen: Was ist eigentlich normal? Was wird als anders wahrgenommen? Gibt es überhaupt dieses „Normal“? Wie gehen wir damit um? Wie sollte man damit umgehen?

Nach einer kurzen Begrüßung der Teilnehmer*innen, geht es direkt ans Warm-Up, bei dem sich die Kinder und die Workshopteilnehmer*innen kennenlernen können. Danach folgt ein Probendurchgang des Theaterstücks „Die verrückte Teegesellschaft“. Zu sehen ist eine lange, bunte Tafel an der die Teegesellschaft in aufwendigen Kostümen ausgelassen feiert. Dabei fliegt auch schon mal ein Löffel oder ein Teller durch den Raum. Begleitet wird diese Szene von einer demonstrierenden Gruppe, auf deren Protestschildern zu Toleranz gegenüber dem „Anderssein“ aufgerufen wurde.

Nach der Probe beginnt der Fortbildungsworkshop, bei dem Methoden zur inklusiven Theaterarbeit vorgestellt und interaktiv ausprobiert werden wie bspw. Spiegel- und Berührungsübungen zum Vertrauensaufbau, die den Schüler*innen erlauben, sich näher zu kommen. Außerdem wird mithilfe der Requisiten aus der Performance gearbeitet, Rhythmusübungen mit dem Tafelbesteck ausprobiert oder der Esstisch musikalisch-theatral „aufgeräumt“, so wie es auch die verrückte Teegesellschaft versucht. Zwischen den verschiedenen Aufgaben gibt es ausreichend Zeit bei einem Stück Quiche den Effekt der Methoden zu reflektieren und zu vergleichen ob und wie sie in der Probe umgesetzt worden sind.

Mit einer konstruktiven Feedback-Runde, unter anderem anhand eines Wollknäulnetzes, schließt der Praxistag ab.

Das künstlerische Ergebnis präsentierten die Schüler*innen am Freitag, den 10. Mai 2019 aus Anlass des Aktionstages 5. Mai „#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit Dir!“ in der Altstadt Spandau.

 

Praxistag in Kooperation mit dem GRIPS Theater: Was heißt hier eigentlich Beeinträchtigung?

Am 11. April veranstalten wir in Kooperation mit dem GRIPS Theater von 16:00 bis 20:00 einen Praxistag zum Thema „Was heißt hier eigentlich Beeinträchtigung?“. Neben einem Workshop besuchen wir die GRIPS-Vorstellung „Cheer out loud“. Eingeladen sind alle Lehrer*innen und Pädagog*innen, die Interesse an der Inklusiven Theaterarbeit haben. Eine auführliche Information zu dem Praxistag finden sie hier!

 

Praxistag IV – Netzwerk Inklusive Theaterarbeit – Einladung Praxistag „und sind wir selber Götter“ – Ästhetik vs. Authentizität: Herausforderung Inklusion? am 29./30. November 2018

In Kooperation mit dem RambaZamba Theater lädt das Netzwerk Inklusive Theaterarbeit unter dem Dach von TUSCH herzlich zu seinem nächsten Praxistag „und sind wir selber Götter“ – Ästhetik vs. Authentizität: Herausforderung Inklusion? am 29./30. November 2018 ein. Ausgehend von der Inszenierung „..und wir sind selber Götter“ – Die Winterreise, die wir gemeinsam am 29. November gucken, erhalten die Teilnehmer*innen am Folgetag Einblicke in die inklusive Theaterarbeit und die Möglichkeit, mit Akteur*innen des RambaZamba Theaters ins Gespräch zukommen. Im Workshop werden wir praktisch über die Darstellung von und mit Menschen mit Beeinträchtigung reflektieren und uns mit der Frage auseinandersetzen, wie man in der praktischen inklusiven Theaterarbeit mit der Frage von Rolle/Figur in der Arbeit umgeht. Ausführliche Informationen zu dem Praxistag finden Sie hier: Praxistag Ästhetik vs. Authentizität