Presse zu TUSCH

 

TUSCH im Deutschlandfunk!

Mut machen und Grenzen abbauen
Heute wird in Berlin das jährliche TUSCH-Festival eröffnet. Das ist gleichzeitig auch die offizielle Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Netzwerks TUSCH, das seit 1998 versucht, mit Theatern kulturelle Bildung an Schulen zu verankern – mit Erfolg. Von Elisabeth Gregull

Eine Reise ins Jahr 3025 – über das TUSCH-Projekt der Arnold-Zweig-Grundschule mit dem Fliegenden Theater
Von Elisabeth Gregull

Quelle: Deutschlandfunk / Kakadu / März 2018

 

Tagesspiegel | 27. Feburar 2018

 Stören²

„Ich bin kein typisches Mädchen. Ich bin ich!“

Ein Theaterstück, welches im Rahmen des Tusch Festivals von zwei Schulen erarbeitet wurde und die Thematik von Sexismus im Alltag behandelt. […] In der Inszenierung der Mädchengruppe wurde viel mit Sprechchören gearbeitet. Angefangen hat das Stück mit vier Mädchen, die sich verbogen haben, um „perfekt“ zu sein und zwei Beauty YouTuberinnen, die erzählt haben, wie man sexy aussieht. Dies war auf der einen Seite sehr lustig, auf der anderen Seite aber auch erschreckend, wenn man bedenkt, wie viele junge Mädchen sich das Gesagte zum Vorbild nehmen und dem nacheifern. Im Laufe des Stückes sind immer wieder kleine Gruppen der Mädchen nach vorne gekommen und haben ihre Meinungen zu dem Thema kundgegeben – voller beeindruckender Energie und ganz viel Kraft in der Stimme. […] Die Inszenierung der Max-Beckmann-Oberschule war anders, aber ebenfalls fantastisch gelungen. Angefangen hat es mit einem Monolog, der von einem „typischen Mädchen“ gehandelt hat.  Der szenische Kommentar der Schüler*innen der Max-Beckmann-Oberschule handelte aber nicht nur von Sexismus gegen Mädchen, sondern hat auch zur Geltung gebracht, dass Jungs auch Sexismus erleben und unter einem gesellschaftlichen Druck stehen, „‚männlich“ zu sein. […]
Alles in allem war dies ein extrem gut gelungenes Theaterstück, das sowohl unterhaltsam wie auch tiefgründig war und nicht nur die Schüler*innen  bei der Stückentwicklung,  sondern auch das Publikum zum Nachdenken angeregt hat.

jup! Berlin | 06. April 2017

Vorhang auf für das TUSCH-Theaterfestival

Erwachsenwerden, Einsamkeit, Ängste, Liebe, Glück – all diese Themen bringen rund 500 Berliner SchülerInnen beim Theaterfestival TUSCH vom 3. bis 6. März auf die Bühne des Palais Podewil. Gemeinsam mit LehrerInnen und TheaterexpertInnen schrieben die Mädchen und Jungen das Jahr über Texte, entwickelten Szenen, probten und spielten. Die TeilnehmerInnen stammen aus sämtlichen Schulformen – von der Grundschule über das Förderzentrum bis zur Berufsschule. Nach den Aufführungen gibt es Publikumsgespräche mit den jungen SchauspielerInnen. Eine Ausstellung im Foyer bietet unter anderem mit Fotos und Videos einen ausführlichen Einblick in die Theaterprojekte. Junge RezensentInnen schreiben im Tusch-Blog über die Aufführungen und veröffentlichen Interviews mit den AkteurInnen. […]

GEW | 12. Februar 2015

Weil es mir Spaß macht!

[…] Nachdem die Theatergruppe der jeweiligen Schule – insgesamt waren 26 Schulen beteiligt – mit ihren Theaterpartnern monatelang ihr Theaterstück geprobt hat, geht es nun zur “echten” Theaterbühne. Der neue Spielraum wird erfahren, die Lichttechnik mit ihren vielen Möglichkeiten von “black”, “blue”, “white” wird eingestellt. Die Nebelmaschine und der Sound werden getestet, das Bühnenbild wird eingerichtet. Die Spielerinnen und Spieler orientieren sich miteinander auf der Bühne und versuchen, sich an die Scheinwerfer und an das Dunkel des Zuschauerraums zu gewöhnen. Besondere Aufmerksamkeit, Konzentration und Geduld zur mehrmaligen Wiederholung von Szenenabläufen sind gefordert. Bewegungen und Sprechakte sollen nun genau zur wechselnden Lichtgestaltung, zur einsetzenden Musik oder zu den Film- oder Fotoprojektionen passen. […]

 SpielART | 24. März 2014

TUSCH – Berliner Liebesbeziehungen mit Vorbildcharakter

[…] Das Festival eröffnet mit Siegfried trifft Gunter. Schüler der 12. Klasse des Robert-Koch-Gymnasiums in Berlin-Kreuzberg führen eine Bearbeitung der Nibelungensage auf. […] Bei all dem Humor und der Furiosität der Aufführung hat das Stück durchaus auch nachdenkliche Töne. Wenn z.B. Hagen von Tronje nach dem Mord an Siegfried darüber sinniert, dass er ihn ja eigentlich gar nicht umbringen wollte (aber „wir mussten einfach unser Gesicht wahren“), dann wird klar, dass sich an manchen Argumentationen seit den Zeiten der Völkerwanderung nicht viel geändert hat. Doch die Schüler trauen sich den Bruch. „Im Original sind die am Schluss alle auf der Bühne und schlachten sich gegenseitig ab. Wir verweigern uns dem Original und der Gewalt!“ Siegfried steht wieder auf und tanzt glücklich mit seiner Kriemhilde. Vorhang. Tosender Applaus. […] Ein herausragendes Beispiel unter vielen, das zeigt, wie viel Kreativität und Selbstbewusstsein Schüler entwickeln, wenn sie über klassische Formen der Lektürebehandlung hinaus aktiv Theater auf die Bühne bringen können. Selbst die Grundschüler schreiben schon selbst Papiertüten-Raps und Liebesbriefe, spielen in Farbeimer-Big Bands und entwickeln gemeinsam mit den Theatern Choreographien, die sich sehen lassen können. […]

Kathrin Köller | eselsohr | Heft 5 Mai 2014