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Fortbildung
13. Jan 2022 /// 16- 20 Uhr

Das Publikum als Produzent*in
mit der Gruppe LIGNA

 

Wie kann das Publikum als Produzent*in von Gesten, Bewegungen und Situationen in einem Stück agieren und/oder mitgedacht werden?

Die Gruppe LIGNA (Michael Hueners, Ole Frahm und Torsten Michaelsen) untersucht in ihren Performances, wie die Regulierung von alltäglichen Situationen Macht ausübt – und mit welchen kollektiven Assoziationen und Organisationen sich dem begegnen lässt. Fast allen Stücken von LIGNA ist gemein, dass in ihnen das Publikum selbst agiert.

In dem Fortbildungsworkshop wird Torsten Michaelsen anhand vieler Beispiele die unterschiedlichen Ansätze der partizipatorischen Arbeit von LIGNA vorstellen und Tipps für die Umsetzung geben. Zudem wollen wir in einer kleinen Übung selber – von zu Hause aus – praktisch werden. Dafür wäre die Teilnahme mit kabellosen Kopfhörern von Vorteil.

LIGNA
hat eine Vielzahl von Choreographien für das Publikum im öffentlichen Raum entwickelt, wie das „Radioballett“ aus dem Jahr 2002, aber auch Arbeiten, die im Sinne des Brechtschen Lehrstücks dazu auffordern, auf der Bühne gesellschaftliche Beziehungen durchzuspielen und Utopien zu entwickeln – wie etwa „Rausch und Zorn“ – und Audiowalks wie „Ulysses 2.0“, eine Odyssee durch den Stadtraum, bei der das Ziel nicht die Heimkehr, sondern das Verirren ist. Während des ersten Lockdowns 2020 entwickelte LIGNA das internationale Kooperationsprojekt „Zerstreuung überall!“, bei dem das Publikum den Choreographien von 14 Choregraph*innen aus aller Welt folgen kann. Immer wieder hat LIGNA Arbeiten mit und für Kinder und Jugendliche entwickelt – etwa das Tanzstück „Klasse Kinder!“ über die Lebensgeschichte der antifaschistischen Choreographin Jenny Gertz oder „Das Wandelnde Museum“ – ein Gang durch imaginäre Museumsräume.

 

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