Schule ist ein von kolonialen Kontinuitäten durchzogener Raum. Dabei treffen im Klassenzimmer oft ganz unterschiedliche Lebenswelten aufeinander. Nicht nur in den sogenannten „Willkommensklassen“ kommen junge Menschen mit diversen Hintergründen, Bedarfen, Erfahrungen und Wünschen zusammen. Wie können wir den ungleichen Machtverhältnissen im Schulraum bewusst und diskriminierungskritisch begegnen?
Mit Methoden aus dem Bildertheater und dem Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal und Barbara Santos untersuchen wir eigene Erfahrungen aus Unterricht und Theaterpädagogik. Dabei reflektieren wir verschiedene Dimensionen von Diskriminierung –strukturell, Institutionell, interaktional und intersektional – und erproben spielerisch Handlungsstrategien für die theaterpädagogische Praxis im und außerhalb des Unterrichts.
João Eduardo Albertini ist Theaterpädagoge, Schauspieler und Kuturvermittler. Er entwickelt und realisiert Lernprogramme mit besonderem Schwerpunkt auf generationenübergreifender Bildung und Pädagogik in der Spore Initiative. Seit 1998 arbeitet er an den Schnittstellen von Sozialarbeit, Kunst und Bildung und war unter anderem pädagogischer Leiter und Theaterpädagoge im Labyrinth Kindermuseum Berlin und Bildungsreferent der außerschulischen und politischen Jugendbildung in der Jugendbildungsstätte Kaubstraße.
Wann: Mittwoch, 10. Juni 2026, 15-18.30 Uhr
Wo: Podewil, Klosterstr. 68, 10179 Berlin (Studio 2)
Anmeldung bis 05.06.2026 unter: info[at]tusch-berlin.de


