Aktuelles

Bewerbung für eine TUSCH-Partnerschaft

Bis zum 15. Januar 2017 können sich Berliner Schulen wieder für eine dreijährige TUSCH-Partnerschaft mit einem Berliner Theater ab dem Schuljahr 2017/18 bewerben. TUSCH freut sich auch ausdrücklich über Bewerbungen von Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt. Die Bewerbungsunterlagen befinden sich hier zum Download bereit.

 

TUSCH-Fortbildungsworkshop „Umgang mit Rassismus in der Schule und in Theaterprojekten“ am 10. November

Wie gehe ich mit fremdenfeindlichen Tendenzen unter Schüler*innen um? Wie reagieren Lehrer*innen richtig, wenn im Klassenzimmer rassistische Sprüche fallen? Wie verhalte ich mich, wenn während der Theaterprobe Schüler*innen gemobbt werden? Immer wieder begegnet man diskriminierenden und rassistischen Äußerungen und nicht selten lösen solche Vorkommnisse Unsicherheit über die richtige Reaktion aus. Diesen Fragen widmeten sich die  Referentinnen Manja Kasten und Mara Puškarević von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin gemeinsame mit den Teilnehmer*innen in dem TUSCH-Fortbildungsworkshops „Umgang mit Rassismus in der Schule und in Theaterprojekten“. Aber wann beginnt eigentlich Rassismus? Ab welchem Punkt werde ich selbst diskriminiert und wann diskriminiere ich? Die Konfrontation mit unbekannten Situationen und eine Bewertung über den Grad der Diskriminierung waren genauso Teil des Workshop-Formates wie die Beschreibung individuell erlebter Situationen in der Arbeitspraxis der Teilnehmer*innen. Die Arbeit in Kleingruppen bot zudem die Gelegenheit, das eigene Verhalten gegenüber rechtsextremen Positionen zu erproben, zugrundeliegenden Mechanismen aufzudecken und situationsbezogene Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die im Austausch entstandenen Ergebnisse wurden szenisch und anhand erarbeiteter Schaubilder präsentiert und reflektiert.

 

Das besondere Projekt 2016/17: „Speakers Corner – Rollenwechsel!“

jfsb_logo_2015_-mit-schriftzugIn einem einwöchigen Theaterworkshop setzen sich Jugendliche unter dem Motto „RollenWechsel“ mit Geschlechterrollen und -verhältnissen auseinander: Was ist eigentlich typisch weiblich oder typisch männlich? Welche Klischees begegnen uns in Schule und Alltag? Muss es Mineralwasser für Mädchen bzw. Jungen geben? Welches Rollenverständnis habe ich? Was ist überhaupt Geschlecht? Gibt es mehr als zwei Geschlechter? Auf dieser inhaltlichen Grundlage konzipieren die Schüler*innen gemeinsam mit Theaterpädagog*innen anhand theatraler/performativer Methoden selbst einen Theaterworkshop, den sie anschließend eigenständig mit Mitschüler*innen durchführen können (Peer-to-Peer-Workshop). Während der Projektwoche erfahren sie bereits den Perspektivwechsel vom Teilnehmer zum /zur Vermittler*in. Das Theaterprojekt „Speakers Corner – Rollenwechsel!“ wird freundlicherweise von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin gefördert. Mehr dazu hier!

 

Das besondere Projekt 2016: KulturKaleidoskop

1_logo_scbk_erika-thomasIn dem einwöchigen Erzähl- und Theaterworkshop „KulturKaleidoskop“ beschäftigen sich zwei Willkommensklasse der Ernst-Reuter-Oberschule mit dem Thema „Was bedeutet Kultur für mich?“. Anhand theaterpädagogischer Methoden konkretisieren sie die Fragestellung – Wie sieht meine Kultur aus? Was ist mir wichtig an meiner Kultur? Kenne ich noch andere Kulturen? Welche Unterschiede begegnen mir? – und sie sammeln Materialien, Geschichten, Gesten, Verhaltensweisen etc., die ihre Kultur oder andere Kulturen repräsentieren. Die Schüler*innen setzen sich nicht nur mit dem eigenen Kulturverständnis auseinander, sondern überlegen gemeinsam mit einem Erzähler und einer Theaterpädagog*in in einem zweiten Schritt weitere Fragen, die sie anderen stellen möchten und sie entwickeln spielerische –verbale/nonverbale – Interviewsituationen rund um das Thema „Was bedeutet Kultur für mich und die anderen?“. Das ErzählTheaterProjekt „KulturKaleidoskop“ findet in Kooperation mit FabulaDrama e. V. statt und wird freundlicherweise von der Stiftung Chancen und Bildung für Kinder – Erika Thomas gefördert. Mehr dazu hier!

 

Spielzeitrückblick 2015/16

Was ist alles bei TUSCH in der Schul- und Spielzeit 2015/16 passiert? Der Spielzeitrückblick gibt einen vielfältigen Einblick in die vielen kreativen und spannenden Projekte, Veranstaltungen und Höhepunkte des TUSCH-Jahres 2015/16.

 

Neu bei TUSCH – mehr Zeit, mehr Nähe und mehr Aktivitäten

Im Herbst 2014 hat TUSCH Berlin gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und mit Partnern aus den Theatern, Schulen und dem Bereich Kulturelle Bildung im Rahmen der TUSCH-Denkwerkstatt das TUSCH-Projekt reflektiert und diskutiert. Viele Ideen und Forderungen, die sich im Rahmen der Veranstaltung ergeben haben, werden wir zum kommenden Schuljahr 2016/17 bei den neu vermittelten TUSCH-Partnerschaften umsetzen: TUSCH schafft einen Rahmen für mehr Zeit, mehr Nähe und mehr Aktivitäten in den Partnerschaften. Das beinhaltet eine intensivere Förderung des Verständigungsprozesses der beiden Institutionen Theater und Schule, eine stärkere Anbindung beider Partner, das Probejahr, die verstärkte Qualifizierung der TUSCH-Aktiven und insbesondere eine Reduzierung der Partnerschaftsanzahl zugunsten einer qualitativen Ausgestaltung der einzelnen Kooperation u. v. m.

Außerdem wird es für die neuen Partnerschaften ein anderes Fördersystem geben: Um einen stärkeren Anreiz für das Engagement und die Kreativität der Partnerschaften zu schaffen, wird die bisherige einheitliche Verteilung der Honorare durch eine individuelle Förderung ersetzt. Je mehr Zeit investiert wird, je mehr Personen im TUSCH-Projekt aktiv sind, je mehr inhaltlich innovative Projekte geplant sind, je breiter die Theaterprojekte aufgestellt sind, desto mehr Honorar kann eine TUSCH-Partnerschaft beantragen.

Für eine größtmögliche Transparenz bei der Entscheidung über die individuellen Förderungen hat TUSCH Berlin eine Jury ins Leben gerufen, die über die beantragte individuelle Fördersumme der jeweiligen TUSCH-Kooperationen entscheidet. Weitere Informationen zu den den Änderungen finden Sie hier!