Aktuelles

Neue Schulen bei TUSCH!

Jedes Jahr können sich Berliner Schulen für eine dreijährige TUSCH-Partnerschaft mit einem  Theater bewerben. Zum Schuljahr 2017/18 konnten wir sieben neue Schulen vermitteln. Wir freuen uns, in diesem Jahr  folgende Schulen neu in unserem TUSCH-Kooperationsnetzwerk begrüßen zu dürfen:

    • Edison-Grundschule – Das Weite Theater
    • Dunant-Grundschule – Staatsballett Berlin – Tanz ist klasse!
    • Peter-Frankenfeld-Schule – Friedrichstadt-Palast
    • OSZ Bekleidung und Mode – Deutsches Theater
    • Sachsenwald-Grundschule – Platypus Theater
    • Schule an der Jungfernheide – THEATER STRAHL
    • Thalia-Grundschule – Theater o. N.

 

Praxistag „Inklusive Theaterarbeit an der Schule – Wie geht das?“

Am 27. April 2017 hat das Netzwerk Inklusive Theaterarbeit zu einem Praxistag in die August-Hermann-Francke-Schule in Spandau – ein Förderzentrum mit dem Schwerpunkt geistige und körperlich-motorische Entwicklung – eingeladen, um Interessierten einen Einblick in die inklusive Theaterarbeit ihrer Schule und der Evangelischen Schule Spandau zu ermöglichen.

Nachdem Werner Beusterien und Andreas Merkert von der August-Hermann-Francke-Schule sowie Friederike Jentsch von der Schule am Bienwaldring in einem ersten Teil über die bisherigen (inklusiven) Theatererfahrungen und funktionierende theaterpädagogische Methoden erzählten, konnten die Teilnehmer*innen anschließend bei einer Probe des aktuellen Theaterprojekts mitmachen: Unter der Leitung des Tänzers und Bewegungscoach Benjamin Block wurde die Probe mit den 25 Grundschüler*innen der fünften Klasse und 9 Schüler*innen der Mittel- und Oberstufe des Förderzentrums zunächst mit Bewegungs- und Lockerungsübungen begonnen. Dann ging es direkt ins Szenische: In gemischten Gruppen zeigten die Schüler*innen ihre bisher entwickelten Szenen zum Thema „Schöpfung“ mit bunten Requisiten, Kostümen und viel Kreativität. Nach einer abschließenden Feedbackrunde mit den Schüler*innen, ging es mit den Teilnehmer*innen in die gemeinsame Auswertung: worauf müssen Pädagog*innen und Theaterpädagog*innen besonders achten, welche Herausforderungen gibt es zu meistern? Ein wesentlicher Aspekt ist die Kennenlernphase beider Gruppen, um anfängliche Berührungsängste abzubauen und bei Bedarf auch über die körperlichen und geistigen Behinderungen aufzuklären. Bewegungs- und Improvisationstheater eignen sich besonders gut und bieten den Schüler*innen die Möglichkeit, ihre individuellen Kompetenzen zu entwickeln. Außerdem sind die Orientierung an den persönlichen Ressourcen der Schüler*innen, eine Einbindung aller in ihren Möglichkeiten und eine Offenheit gegenüber neuen ästhetischen Formen bei der inklusiven Theaterarbeit wichtig.

Für Cecily Bürgel, Lehrerin an der Paul-Moor-Schule, bedeutete der Praxistag die Vernetzung mit  anderen Pädagog*innen und Künstler*innen und eine Perspektiverweiterung für die eigene Theaterarbeit. Für Claudia Maria Franck, freischaffende Theaterpädagogin an der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ, war es nicht selbstverständlich „bei einem Probenprozess so früh zuschauen zu dürfen. Das hat mir auf jeden Fall Denkanstöße und Bilder mitgegeben und nimmt mir die Scheu vor der Herausforderung  inklusiver Theaterarbeit.“

 

Das besondere Projekt 2016/17: „Speakers Corner – Rollenwechsel!“

jfsb_logo_2015_-mit-schriftzugIn einem einwöchigen Theaterworkshop setzen sich Jugendliche unter dem Motto „RollenWechsel“ mit Geschlechterrollen und -verhältnissen auseinander: Was ist eigentlich typisch weiblich oder typisch männlich? Welche Klischees begegnen uns in Schule und Alltag? Muss es Mineralwasser für Mädchen bzw. Jungen geben? Welches Rollenverständnis habe ich? Was ist überhaupt Geschlecht? Gibt es mehr als zwei Geschlechter? Auf dieser inhaltlichen Grundlage konzipieren die Schüler*innen gemeinsam mit Theaterpädagog*innen anhand theatraler/performativer Methoden selbst einen Theaterworkshop, den sie anschließend eigenständig mit Mitschüler*innen durchführen können (Peer-to-Peer-Workshop). Während der Projektwoche erfahren sie bereits den Perspektivwechsel vom Teilnehmer zum /zur Vermittler*in. Das Theaterprojekt „Speakers Corner – Rollenwechsel!“ wird freundlicherweise von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin gefördert. Mehr dazu hier