Aktuelles

20 Jahre TUSCH Berlin – TUSCH Festival 2018!

2018 wird TUSCH Theater und Schule Berlin 20 Jahre alt! Und das wollen wir im Rahmen der Festivaleröffnung am 6. März 2018 feiern! Aber nicht nur, indem wir zurückschauen und alte Weggefährt*innen zu Wort kommen lassen, sondern diejenigen sprechen spielen lassen, um die es in den 20 Jahren ging: die Schüler*innen der TUSCH-Partnerschulen.

In einem einwöchigen Projekt „20 Jahre TUSCH! – Warum überhaupt Theater?“ schafft TUSCH einen Recherche- und Erprobungsraum, in dem Schüler*innen, Lehrer*innen und Theaterpädagog*innen gemeinsam den Fragen „Warum überhaupt Theater und Schule? Warum ist Theater für Schüler*innen so wichtig? Was können sie in das Theater und auf die Bühne tragen? ästhetisch erforschen. Die Thalia-Grundschule, die Schule am Bienwaldring und die Ernst-Reuter-Oberschule werden sich mit Theaterpädagog*innen des Theater o. N., Maxim Gorki Theater und Theater an der Parkaue eine Woche lang intensiv mit der kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung von Theater für ihre Lebenswelt und ihren (Schul-)Alltag auseinandersetzen. Alle drei Gruppen forschen unabhängig voneinander und stellen sich nach der Projektwoche ihre Ergebnisse gegenseitig vor. Aus ihren unterschiedlichen Erkenntnissen und szenischen Ansätzen entsteht eine gemeinsame performative/interaktive/spielerische Präsentation, die sie zur Feier des 20-jährigen Jubiläums im Rahmen des TUSCH-Festivals zeigen.

Und außerdem: Die MINI-Präsentationen bei der Eröffnung des TUSCH-Festivals, bei denen die Partner kleine szenische Auskopplungen aus ihren aktuellen Theaterproduktionen zeigen, sind bereits eine gute Festival-Tradition. Zum Jubiläum im Rahmen der Eröffnungsfeier möchte TUSCH mehr als szenische Auskopplungen präsentieren: in einem weiteren Jubiläumsprojekt „20 Jahre TUSCH – MINI-Präsentationen kommen groß raus!“ entwickeln Schüler*innen der TUSCH-Partnerschaften acht MINI-Präsentationen, die sich spielerisch mit TUSCH beschäftigen. Seit vielen Jahren begleiten knallgelbe TUSCH-Schilder die TUSCH-Partnerschaften. Sie hängen in Theatern und Schulen zwischen den Spiel- und Stundenplänen und machen als Leuchtpunkte auf die Aktivitäten der TUSCH-Partnerschaften aufmerksam: schwarzes Logo auf Ortsschild-gelbem Grund! Wir wollen das wörtlich nehmen und TUSCH als einen (Begegnungs-)Ort behaupten!

Vom 6. bis 9. März geben rund 300 Schüler*innen in 16 Theaterproduktionen einen Einblick in die Vielfalt junger Theaterinszenierungen, die große und kleine Fragen des Menschseins und der Gesellschaft behandeln: Welche Vision habe ich für mein eigenes Leben? Welche Ursachen gibt es für Wohnungslosigkeit? Wie sieht die Welt in 50 Jahren aus? Wann werden Spiele zur sozialen Realität? Was macht den Menschen zum Menschen? Im Anschluss können die Aufführungen mit den jungen Spieler*innen reflektiert und diskutiert werden. Eine Ausstellung im Foyer zeigt weitere Exponate der gemeinsamen Theaterarbeit und der TUSCH-Blog (tuschbloggt.tumblr.com) berichtet rund um das Festival. Weitere Informationen zu den Aufführungen und Spielzeiten stehen im Festivalprogramm zur Verfügung: TUSCH-Festivalflyer 2018!

TUSCH Berlin bedankt sich herzlich für die Finanzierung des Projekts „20 Jahre TUSCH! Warum überhaupt Theater?“ bei der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin und dem Deutschen Bühnenverein – Landesverband Berlin sowie letzterem auch für die Finanzierung des Projekts „20 Jahre TUSCH – MINI-Präsentationen kommen groß raus!“.

 


 



TUSCH-Fortbildungsworkshop: Motivation? Gruppe! Produktiver Umgang mit Störungen in der theaterpädagogischen Praxis | 18.01.2018

Jede*r Lehrer*in und Theaterpädagog*in kennt Prozesslähmende Probleme und Störungen in der theaterpädagogischen Praxis. Wie damit umgegangen werden kann und welche Lösungsansätze sich anbieten, erarbeiteten die Workshop-Teilnehmer*innen mit Dramaturg, Regisseur und Theaterpädagoge Lorenz Hippe in einem praxisnahen Workshop.

Sie formten während des Workshops erst paarweise und später in Gruppen szenische Standbilder zu den Fragen: Wie nehme ich meine eigene Situation bei der Spielanleitung wahr? Und wie würde ich sie mir eigentlich wünschen? Begonnen wurde mit der Darstellung der problembelasteten Ist-Situation, gefolgt von einem Bild der Wunsch-Situation.

Zentral waren dabei in der Paarkonstellation zunächst die Bewusstwerdung der eigenen aktuellen Haltung und dann die Frage, welche Haltung man sich zukünftig wünscht und welche Haltung den Weg zum Wunschbild erleichtern könnte. Um die Prozesshaftigkeit der Problemlösung in den Vordergrund zu stellen, wurden schließlich von der gesamten Gruppe gemeinsam Übergangsszenarien entwickelt, für die sich die Workshop-Teilnehmer*innen gegenseitig Ideen schenkten.

Welche Wünsche und Ideen haben Schüler*innen für das Projekt und welche Probleme sehen sie aus ihrer Perspektive? Für das Gelingen eines Theaterprojekts ist es wichtig mit der Gruppe ein gemeinsames Ziel zu formulieren, dem die überwiegende Mehrheit der Projektbeteiligten zustimmen kann. Dabei stehen wertschätzende Kommunikation und der Fokus auf individuelle Stärken in der Gruppe im Vordergrund.

Energien, die sich in Störungssitutationen entladen, können Raum gegeben werden, denn Störungen sind eine Chance für den kreativen Prozess.



 TUSCH goes Theaterscoutings Berlin – „SCHWEIGEN IMPOSSIBLE“ des Theater Thikwa | 24. Mai 2018

Der Vorstellungsbesuch im jeweiligen Partnertheater ist fester Bestandteil der Theater und Schul-Kooperationen bei TUSCH Berlin. Um den Blick über den Tellerrand des eigenen Partnertheaters in die Welt-Hauptstadt der freien Theater- und Tanzszene zu werfen, bieten TUSCH und Theaterscoutings Berlin zum kommenden Schuljahr ein gemeinsames Format an: Regelmäßig werden passende Vorstellungen in der freien Szene ausgesucht und zusammen mit einer exklusiven Stückeinführung/ Mini-Workshop für Schüler*innen angeboten. Wir laden herzlich ein zu:

„SCHWEIGEN IMPOSSIBLE“ des Theater Thikwa
am Donnerstag, 24. Mai 2018 ab 20:00 Uhr
im Theater Thikwa /// Fidicinstraße 40 ///10965 Berlin

Über das Stück: Wie geht das mit der Verständigung, wenn der eine schwadroniert, der andere kaum verständlich interveniert, eine Dritte behauptet, das alles zu verstehen, ein Vierter mit Gebärdensprache zu Hilfe eilt und ein Fünfter das alles in Tanz übersetzt? Eine Begegnung von Übersetzern, Dolmetschern und Besserwissern mit Körpersprachlern und Lautmalern. Über ernsthafte Versuche, heillose Verirrungen und humorvolle Konsequenzen. Eine sprach-musikalische und tänzerische Forschungsreise an den Ort der Hörbarkeit von Gedanken.

Über das Zusatzangebot für Schüler*innen: Mit einem Nachgesprächsformat für Schüler*innen.

Das Angebot richtet sich an die 10. – 13. Klassen. Die Tickets kosten 7 €. Bitte bis zum 20. März 2018 anmelden bei: lena.blessing@tusch-berlin.de